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„Du bist meine letzte Rettung.” Diesen Satz hören Therapeut:innen oft – und er macht enormen Druck. Dennis Förster kennt ihn gut. Er ist The­ra­peut und Heil­prak­ti­ker mit über 20 Jahren Erfah­rung, hat viele Jahre im kli­ni­schen Rahmen mit psy­chisch belas­te­ten Men­schen gear­bei­tet und in seiner Praxis mit Metho­den von ursa­chen­ori­en­tier­ter Hypnose bis EMDR.

In diesem Beitrag erzähle ich seine Geschich­te – wie ein erfah­re­ner The­ra­peut neu denken lernte.

Vom kli­ni­schen Rahmen in die eigene Praxis

Dennis’ Weg in die The­ra­pie führte über die eigene Geschich­te und über viele Jahre kli­ni­scher Arbeit als Pfleger – mit trau­ma­ti­sier­ten Men­schen, mit Angstpatient:innen, mit depres­si­ven Men­schen. Irgend­wann hat er sich neben dem Beruf wei­ter­qua­li­fi­ziert, eine Heil­­prak­­ti­ker-Aus­­­bil­­dung und diverse the­ra­peu­ti­sche Aus­bil­dun­gen gemacht und sich schließ­lich selb­stän­dig gemacht. Über 20 Jahre Erfah­rung, ein voller Werk­zeug­kas­ten.

Wenn man zum Rat­ge­ber wird

Auf die Gesprächs­hyp­no­se ist Dennis durch Zufall gesto­ßen – ein kurzes Video, das ihn ansprach: kein kom­pli­zier­tes System, einfach ein Gespräch. Das traf einen Punkt, den er aus seiner Praxis kannte:

„Ich kam immer in den Bereich, wo ich eher der Rat­ge­ber bin, der sagt: mach mal das, mach mal das. Und dann stellst du fest: die wollen oder können das gar nicht umset­zen.”

Gerade bei Klient:innen, die mit anderen Hyp­no­se­tech­ni­ken schon eine Ver­än­de­rung erlebt hatten, spürte er: Da müsste eigent­lich noch mehr gehen. Aber er kam nicht weiter.

Das Glas erst leer machen

Im Trai­ning hat Dennis schnell gemerkt, dass das Schwie­rigs­te nicht das Lernen war, sondern das Los­las­sen. Er beschreibt es mit einem Bild:

„Bevor man etwas Neues lernt, muss man das Glas erst leer machen. Genau das trifft auf die Gesprächs­hyp­no­se zu: Man muss die ganzen the­ra­peu­ti­schen Tools, die man über die Jahre gelernt hat, zur Seite legen, um offen zu sein für etwas ganz anderes.”

Diese Her­aus­for­de­rung, sich zurück­zu­neh­men und nicht sofort in das alte Muster „Was kannst du jetzt machen?” zu fallen, beglei­tet ihn bis heute. Gehol­fen hat ihm dabei vor allem die eigene Erfah­rung als Übender im Trai­ning: zu spüren, wie auch ohne klas­si­sche Trance-Ein­­lei­­tung Bilder, Erin­ne­run­gen und Emo­tio­nen hoch­kom­men.

Weniger ist mehr

Das größte Takea­way aus dem Trai­ning fasst Dennis in einem Satz zusam­men:

„Die Erkennt­nis, dass tat­säch­lich weniger mehr ist. Dass es gar nicht so viel braucht, um eine Ver­än­de­rung zu bewir­ken. Und dass der Klient die Lösung für sein Problem eigent­lich schon in sich trägt.”

Für einen erfah­re­nen The­ra­peu­ten war das, wie er sagt, wie Schup­pen von den Augen – eine Erkennt­nis, die er irgend­wo schon kannte, die aber plötz­lich ganz logisch wurde. Es geht darum, den Men­schen ihre Eigen­ver­ant­wor­tung und ihre Selbst­wirk­sam­keit zurück­zu­ge­ben, statt ihnen Lösun­gen vor­zu­ge­ben.

Den Druck der letzten Rettung los­las­sen

Viele Men­schen kommen mit einem hohen Erwar­tungs­druck in die Praxis. Dennis beschreibt, wie sich das für ihn anfühlt:

„Sie kommen her: du bist meine letzte Rettung. Jetzt muss die Hypnose das alles retten. Das macht einen riesen Druck.”

Was sich für ihn ver­än­dert hat: Er berei­tet sich nicht mehr mit der Frage vor, was er tun könnte, falls eine Technik nicht funk­tio­niert. Er geht gelas­se­ner in die Sitzung und schaut, was kommt. Bei medi­zi­ni­schen und psy­chi­schen Themen gehört für mich dabei immer auch die vor­gän­gi­ge Abklä­rung mit dem Haus­arzt zwin­gend dazu.

Eine Methode für alle, die mit Men­schen arbei­ten

Dennis emp­fiehlt die Methode nicht nur Therapeut:innen und Heilpraktiker:innen, sondern allen, die mit Men­schen zu tun haben – von Sozialarbeiter:innen über Physiotherapeut:innen bis hin zu Men­schen, die einfach gute Gesprächs­part­ner sein wollen. Sogar in seiner eigenen Familie hat er die andere Art zuzu­hö­ren ange­wandt: In einem Gespräch mit seinem Sohn, der vor einer beruf­li­chen Ent­schei­dung stand, ging diesem plötz­lich „ein Licht auf”, als Dennis nicht riet, sondern fragte.

Genau deshalb spricht er von einer The­ra­pie­re­vo­lu­ti­on. Wenn du dich in Dennis’ Erfah­rung wie­der­fin­dest – wenn du den Druck kennst, die „letzte Rettung” sein zu müssen – dann ist seine Geschich­te viel­leicht ein Spiegel.

Das nächste live online Gesprächs­hyp­no­se Trai­ning findet vom 5. bis 7. Juni statt. Alle Infos und den Link zur Anmel­dung findest du unter barbarabryce.com/gespraechshypnose-training.

Du möch­test dir das erst mal anschau­en? Dann wirf gerne einen Blick auf die kos­ten­lo­se Demo Session.

Herz­li­chen Dank, lieber Dennis, für dein offenes und tiefes Feed­back. Dennis’ Praxis findest du in Berlin unter hypnosetherapeut.berlin.

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